EARTH CALLER – „Crystal Death“

EARTH CALLER – „Crystal Death“

📁 Reviews 🕔05.Januar 2018
EARTH CALLER – „Crystal Death“

EARTH CALLER – „Crystal Death“

Label: eOne, Lifeblood.Inc, SPV

Laufzeit: 45:12 min

VÖ: 19.01.2018

Genre: moderner Breitwand Hardcore

Vorab: Ich gehe jede Wette ein, dass EARTH CALLER groß werden, sehr groß! Die Musik ist das, was ich Konsens nenne, das hier ist der ultimative allumfassende Gleichklang aller Herzen und Seelen im unendlichen Universum der weltumspannenden Millionengemeinde der Liebhaber harter Musik der jungen und modernen Generation. Puh. Das meine ich verdammt ernst.

EARTH CALLER machen Hardcore. Und Punk. Und Metalcore. Und Melodien. Und ein bisschen Rap. Und noch etwas Nu Metal. Das alles zusammen könnte einen miesen Brei vertonter Hässlichkeiten ergeben. Aber nicht bei EARTH CALLER. Die erschaffen aus all den Ingredienzen ein magisches Monster. Der pure Wahnsinn: aggressiv, melodisch, emotional, dunkel, fett, schnell, vielseitig, modern, ergeifend, hoffnungsvoll, metallisch, fokussiert, abwechslungsreich. Da wird der Hardcore veredelt mit Synthieflächen, die dem brachialen Sound nicht nur Tiefe, sondern wahre Breite verleihen, da dehnt sich der Raum aus griffigen Riffs, donnerndem Schlagzeug, treibendem Bass und wahrhaft berührendem Gesang weit hinein in jede Pore unseres Körpers, unserer Schädel, tief hinein in Geist und Seele. Da nimmt uns Sänger Josh Collard mit auf Reisen zwischen menschlicher Schönheit und dem schwarzen Schein schmerzender Verzweiflung. Das wirkt ernsthaft, ehrlich und glaubwürdig. Das berührt, das fesselt, das verzaubert.

Die Bandbreite reicht dabei von harten Brechern („Sucka“, „Exposed“, „No Forgiveness“), in denen metallische Riffs alles plattwalzen, bis zu getragenen Stampfern mit berührenden Refrains voller melancholischer Poesie („May 16“, „Mirror“, „A Ghost“). Das alles wird dargeboten mit einem Sound, der das Unvereinbare vereint: Da werden vor einem die Lieder und Instrumente auf einer sauberen Decke in gut hörbaren Einzelteilen ausgebreitet, während man gleichzeitig von oben mit groben Backsteinen beworfen wird.

Fazit: EARTH CALLER machen Musik für das Jetzt und Heute. „Crystal Death“ vereint scheinbar spielend leicht den Geist des Hardcore mit modernen Elementen zu einem einzigartigen Werk voller Härte und Poesie. Einfach. Leuchtend. Grandios.

Tracklist

1. Pipe Dreams (4:01)
2. Sucka (2:42)
3. No Forgiveness (4:05)
4. Exposed (3:22)
5. Dying Beside You (4:31)
6. Never In Never Around (4:36)
7. A Ghost (3:58)
8. Fall (3:52)
9. Mirror (3:51)
10. May 16 (4:12)
11. Hold On (4:02)

(Quelle Bilder: http://oktoberpromotion.com/de/release/earth-caller-crystal-death)

 

 

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