Ein Abend mit KALIBOS – 18.10.2017 Berlin

Ein Abend mit KALIBOS – 18.10.2017 Berlin

📁 Interviews 🕔29.Oktober 2017
Ein Abend mit KALIBOS – 18.10.2017 Berlin

Ein Abend mit KALIBOS

Anlässlich des Konzerts von MONOLORD und CONAN habe ich mich am 18.10.2017 am frühen Abend mit KALIBOS in Berlin verabredet, um sie zu interviewen. Und ich fand es zunächst toll, dass alle vier Jungs Tobias, Markus, Maurice und Roman daran beteiligt waren. Die sollten sich als grundsympathische, interessierte, offene, musikbesessene und bodenständige, vor allem aber (außer einer Ausnahme, die hier nicht verraten wird) äußerst trinkfeste Gesellen herausstellen. Anlass ist die veröffentlichung der neuen CD „HexA“ bei darkest age am 01.10.2017 und meine Rezension der Scheibe bei metalglory.com.

Nachdem wir es uns im Imbiss „Delikato“ (Ecke Falckenstein- und Schlesische Straße) bei Bier und wahlweise Essen gemütlich gemacht haben, kann das Interview beginnen. Der Laden ist perfekt, eine Ecke nur für uns, die Toilette nah, die Musik nicht zu laut und das Bier bezahlbar. Von dem werden wir nämlich im Verlaufe des Gesprächs noch einige brauchen, weil unsere Kehlen vom vielen Reden und noch mehr Lachen verdammt schnell austrocknen.

Der Abend endet mit Ausnahme von Bassist Maurice, der leider verhindert ist und nach mehreren Abschiedsbieren von dannen zieht, bei MONOLORD und CONAN. Neben der Musik vertiefen wir unser Gespräch weiter und ich stelle fest, was für lebensfrohe Jungs KALIBOS sind. Dazu gehört selbstverständlich auch mit Roman eine ausführliche Fachsimpelei unter Schlagzeugern. Nach dem Konzert verabschieden wir uns bei einem letzten Bier und trennen uns verschwitzt und zufrieden nach einem rundum gelungenen Abend.

Ich kann Euch nur raten: Testet „HexA“ dringend an, es lohnt sich. Und kommt am 02.12.2017 zum Konzert ins Slaughterhouse in Berlin. Die vier sympathischen Jungs haben es mehr als verdient!

KALIBOS – Ich wünsche Euch von Herzen Alles Gute! Wir sehen uns wieder! Versprochen!

Und nun viel Spaß!

Ihr habe für den Klargesang Eurer selbstbetitelten EP Kritik geerntet. War es deshalb eine bewusste Entscheidung, dieses Mal fast komplett auf Klargesang zu verzichten und eher auf einen aggressiven Gesang zu setzen?

Markus
Na ja, ich würde schon auch mehr Klargesang probieren, aber dieses Mal haben wir als Band gemeinsam beschlossen, dass gerade bei bestimmten Sachen wie „K53“ definitiv der aggressive Gesang einfach besser passt. Das war eine klare Bandentscheidung.

Was ist die Kalibos-Höhle? Wie laufen die Aufnahmen? Wie verteilt sich dabei die Arbeit unter bzw. zwischen Euch?

Tobias
Die Kalibos-Höhle ist unser Proberaum. Und der bietet genug Platz, um den auch als Studio zu nutzen. Mittlerweile haben wir an Technik alles da, um Aufnahmen komplett selber zu machen. Und da wir im Grunde genommen dauerpleite sind und mit unseren Jobs auch nicht so viel Geld verdienen, kommt praktisch sowas wie ein richtiges Studio eigentlich gar nicht in Frage. Deshalb machen wir alles selbst. Und dann bin ich halt derjenige, der Produzent und Knöpfchendreher ist.

Markus
Das war für uns wie ein Sechser im Lotto. Denn neben dem Produzieren macht Tobi auch das Layout, die gesamte Werbung, den Infozettel, und er gibt da sehr viel Herzblut hinein.

Wie komponiert Ihr Eure Musik, Eure Songs? Macht Ihr das zusammen im Probraum? Oder ist eher einer der Ideengeber, der die Stücke anbringt und Ihr arbeitet das dann gemeinsam im Proberaum aus? Oder passiert das eher im stillen Kämmerlein, indem Ihr Dateien rumschickt und jeder für sich zunächst seine Teile ausarbeitet?

Tobias
Also bisher habe ich alle Songs geschrieben, also die Musik, und das entsteht wirklich alles zuhause, am PC, und wir haben dann schon relativ komplette Demos, an die wir uns halten können. Also beim Schlagzeug ist der Grundrhythmus da, aber das ist alles nicht bindend. Und dann werden natürlich noch einige Sachen geändert. Wir sind aber jetzt gerade dabei, das etwas zu ändern und die Songs zusammen zu schreiben. Wir haben das jetzt bei den ersten zwei Alben so gemacht, und das hat auch grundlegend gut geklappt, aber es ist dann schon schöner, die Songs zusammen auszuarbeiten. Es ist jetzt eher unser Ziel, dass sich dies zu einem eher längerfristigen Prozess entwickelt, weil die Songs meistens sehr schnell entstehen. Wir haben eine Idee und dann sind ist der Song grundlegend an einem Tag auch fertig. Das kann gut sein, aber man kann es auch mal anders probieren und schauen, wie sich das dann so über längere Zeit entwickelt.

Bleiben die Songs dann über eine längere Zeit liegen und geht Ihr dann nochmal an sie ran? Oder ist es eher so: Wenn der Song fertig ist, dann ist er im Grunde genommen auch fertig?

Tobias
Eigentlich ist der Song dann fertig. Es gibt selten den Moment, wo wir den Song schon aufgenommen haben und dann denken, an der Stelle hätte man es noch ein bisschen anders machen können. Das ist bei uns eine Frage des Tempos. Wir nehmen manchmal die Sachen auf, und dann spielt man sie zwei Monate später mal wieder, und dann stellt man fest, das könnte eigentlich ein bisschen langsamer sein (Allgemeines Gelächter). Die meisten Sachen sind sehr doomig, wenn man sie schreibt und zum ersten Mal spielt, und die werden dann halt immer schneller. Und gerade, wenn man dann live unterwegs ist, dann ist es manchmal dann doch eher Speed Metal.

In meiner früheren Band haben wir beim Proben die Songs nie mit Click gespielt, aber alles aufgenommen. Und dann hat man hinterher manchmal das Gefühl gehabt, heute war eine andere Stimmung und dann spielt man Songs langsamer oder schneller als sonst. Kennt Ihr das auch? Spielt Ihr beim Proben mit Click? Und weiter: Ich bin mir sicher, Ihr habe Eure Scheibe ohne Click aufgenommen.

(Allgemeines Gelächter. Markus: Click. Was ist das?)

Tobias
Gerade bei den langen Stücken wie „Ulfhedinn“ würde mit Click auch so ein bisschen der Flow verloren gehen. Außerdem hätten wir auch deutlich weniger Spaß dabei.

Roman
Wir haben komplett ohne Click aufgenommen. Noch nie mit Click. Wenn ich mich beim Spielen auf den Click konzentrieren müsste, dann würde ich wahrscheinlich irgendwann die Stöcker in die Ecke schmeißen. Wenn die Sachen an einer Stelle etwas schneller kommen oder an einer etwas langsamer, na und, was soll’s.

Maurice
Das ist eben unsere Organik, die wir mit KALIBOS eben auch rüberbringen wollen.

Tobias
Und live klingt es ja auch genau so. Das war eben auch unser Ziel bei der Platte jetzt, es soll möglichst schon so klingen wie auf einem Konzert.

Ich glaube, Ihr habt Eure Scheibe bewusst live aufgenommen, d. h. im Gegensatz zu Eurer EP grundsätzlich keine Gitarren gedoppelt.

Tobias
Genau. Es ist im Prinzip nur Stereo, also die Gitarre links und rechts. Ansonsten gibt es nur einen einzigen Part bei „Eternal Past“, wo beide Seiten etwas unterschiedliches spielen, auch aus dem Grund, weil ich live mal das eine spiele und mal das andere spiele. Ansonsten ist es wirklich immer nur diese eine Gitarre.

Warum habt Ihr das im Vergleich zur EP anders gemacht?

Tobias
Es ist verlockend das zu tun, also Gitarren zu doppeln. Man hat dann immer noch eine zweite Melodie so im Hinterkopf. Aber es ist dann schon ein drastischer Unterschied zu dem, was man live spielt. Und es sollte halt wirklich so roh wie möglich klingen, also so, wie wir sonst klingen. Und das war auch mein größter persönlicher Kritikpunkt an der EP, dass es im Prinzip überproduziert war.

Es ist also die bewusste Entscheidung Authentizität gegen mehr Fett, denn so entsteht ja bei den Soli immer so etwas wie ein kleines Soundloch, und dann müssen die anderen mehr machen, um dieses Soundloch zu füllen.

Tobias
Das ist auf jeden Fall so. Unser Sänger, der will halt kein Instrument lernen, das wäre die naheliegendste Lösung (Allgemeines Gelächter).

Markus
Ich würde ja, aber ich habe zwei Kinder (Noch mehr allgemeines Gelächter).

Es ist also bewusst in Kauf genommen, dass Ihr dann an diesen Solostellen eine gewisse Härte bzw. Kompaktheit verliert? Das fällt auf z. B. bei „Ulfhedinn“, da kommt ja relativ schnell ein Solo, und da denkt man dann, ui, hier fehlt vielleicht was.

Tobias
Das sind gerade die Stellen, die verlockend sind, wirklich noch eine zweite Gitarre reinzuspielen. Aber es war dieses Mal ganz bewusst die Entscheidung, selbst wenn es dann ein bisschen dünner klingt, es wirklich so zu machen, wie wir es auch im Proberaum spielen. Na ja, wir hatten mal einen Auftritt ohne Bassist, Du kannst Dir ja vorstellen, wie beschissen das war (Allgemeines Gelächter), da sackt die Stimmung sofort auf Null, wenn das Solo anfängt.

Maurice
Das war doch da, als ich den Unfall hatte.

Ich finde es ja absolut Klasse, dass man dann überhaupt live spielt.

Markus
Das war kurzfristig und wir wollten das unbedingt durchziehen.

Tobias
Aber es war schon ein bisschen mies, unangenehm auf jeden Fall, das spielt sich nicht schön.

Welche Bands inspirieren Euch, interessieren Euch? Was für einen Sound mögt Ihr, was ist da für Euch die Referenz, wo Ihr sagt, das ist das, wo wir hin wollen?

Maurice
Ich glaube, das kann man gar nicht so benennen, weil das einfach aus uns heraus kommt und wir uns einfach mit KALIBOS entwickeln werden. Wohin, das kann man jetzt noch nicht sagen.

Tobias
Es gibt natürlich Bands, wo sich das knallhart überschneidet, z. B. so Sachen wie Death, was natürlich mit unserem Sound gar nichts zu tun hat. Aber da trifft man sich dann wieder. Aber ich sage auch gerne, dass ich alle Kraftwerk Alben zuhause habe. Und man könnte den Versuch machen, und da ist wahrscheinlich sogar was dran, sogar das damit in Verbindung zu bringen, also von der Simplizität her, dass man sich halt auf das wesentliche reduziert. Da findet man dann sogar tatsächlich Kraftwerk wieder, einfache griffige Riffs, ein guter simpler Rhythmus, und dann hat man die Mensch Maschine KALIBOS (Allgemeines Gelächter). Aber es ist sehr schwierig, es gibt ziemlich viele Bands, die sehr atmosphärsich sind, und wir hören z. B. auch, was ja nicht gerade Standard ist, 16 Horse Power, Wovenhand, Saint Vitus. Da findet man das halt wieder, diese ganz krasse Stimmung.

Markus
Wir haben alle wirklich unterschiedliche musikalische Vorlieben und Einflüsse. Also die alten Death Metal Bands schon, im Großen und Ganzen. Aber auch im Doom Bereich, Black Sabbath gefällt uns allen. Aber es gibt viele Doom Bands, die eben auch klein sind, die einen Sound haben, der mir gefällt. Und ich glaube, wenn es nach meinen Mitstreitern geht, vielleicht würden sie ab und zu auch gerne schnellere Stücke spielen, aber ich liebe halt die pure Langsamkeit. Je langsamer, um so besser, und vom langsamen ins noch langsamere hinein.

Aber ich denke, wir sind uns da einig: Geschwindigkeit hat grundsätzlich nichts mit der Frage Doom oder nicht Doom zu tun (Allgemeine Zustimmung). Es ist die Atmosphäre. Und da sage ich ganz klar, „K53“ ist für mich fetter Doom. Und dann die Stimme, die drückt und aggressiv ist, das finde ich top. Und das ist für mich auch genau das Alleinstellungsmerkmal.

Markus
Das macht es auf jeden Fall abwechslungsreich, definitiv. Wir vier sind da eigentlich auch immer gut im Gespräch und sind ehrlich. Und wir machen ganz viel mit Humor, wir nehmen uns nicht ganz so ernst.

Das glaube ich Euch gerne. Ich kenne ja Euren Infozettel (Allgemeine Zustimmung).

Tobias.
Der sagt vielleicht gar nicht so viel aus über unsere Musik, aber über uns als Menschen.

Wie sieht es aus mit Auftritten? Einer ist ja geplant am 02.12.2017 im Slaughterhouse hier in Berlin.

Tobias.
Das ist schon ziemlich viel für uns (Allgemeines Gelächter). So ab zwei Auftritten im Jahr beginnt der Stress (Noch mehr Gelächter). Wir würden gerne mehr spielen und wir hoffen, das nächste Jahr wird voller.

Ist es schwer, Gigs zu kriegen, oder liegt es daran, dass Ihr nicht so richtig dabei seid und dass man jemand haben muss, der sich darum so richtig kümmert?

Markus
Ich denke schon, dass es in Berlin richtig schwierig ist. Es gibt Tausende Bands. Und ich habe mit Tobi auch schon genug Clubs angeschrieben, die Resonanz ging da aber gegen Null. Es läuft einfach viel über Beziehungen. Und dazu kommt, wir sind alle auch nicht nur in der Szene unterwegs. Ich selbst habe Familie, Tobi spielt noch in zwei anderen Bands, Roman ist selbstständig, Maurice beruflich eingespannt. Und wir sind eben nicht so oft in der Szene unterwegs. Und wenn man mehr Leute kennt, würden sich wahrscheinlich auch mehr Gigs ergeben. Aber dafür sind wir wahrscheinlich eben zu wenig in der Szene unterwegs.

Tobias
Es gibt dann natürlich solche Bands, so lokale Helden eben, die immer wieder spielen, was aber auch gerechtfertigt ist, weil die Leute wissen, die können sich auf diese Bands verlassen. Man vermisst aber manchmal so ein bisschen die Entdeckungslust der Veranstalter und des Publikums. Es wird eben das gerne genommen, was gerade gehypt wird, und alles andere fällt dann eben hinten runter. Ich kenne das ja persönlich auch so, da kommen alle diese großen und kleineren Bands, die man gut findet, irgendwann hier vorbei, und warum soll ich dann zu einer Band gehen, die ich nicht kenne. Und das ist dann eben die Herausforderung. Deswegen ist man als Berliner Band, und das kenne ich von meinen anderen Bands auch so, eher dankbar, wenn man mal außerhalb spielen kann. Denn in einem kleinen Ort, wo es nur einen Laden gibt, da kommen dann halt 50, 60 Leute, und wenn die Musik gut ist, dann honorieren die das auch. Man muss sich da nicht über einen Namen beweisen, die Leute sind da meistens offen. Und das fehlt in Berlin schon.

Was macht Ihr denn so beruflich?

Roman
Ich bin selbstsändig als Tätowierer bei Biestmilch Tattoos. Ich habe auch die Bilder für die neue Scheibe gemacht (Die übrigens sehr schick sind! H.)

Markus
Ich arbeite als Heilerziehungspfleger in einer betreuten Wohngemeinschaft. Und ich habe Familie und Kinder. Zwei Töchter. Und glücklicherweise nehmen meine Bandkollegen da große Rücksicht, denn ich bin schon der, der am ehesten vielleicht mal absagen muss. Und ich bin immer spät dran (Allgemeines Gelächter).

Maurice
Ich bin gelernter Metallbildner, Bronzestatuen. Das geht in die künstlerische Richtung. Momentan mache ich Abitur auf dem zweiten Bildungsweg.

Tobias
Ich bin gelernter Elektroniker, habe dann aber angefangen zu studieren, Kultur und Technik, das geht in den geschichtlichen Bereich. Und jetzt bin ich hauptberuflich Officemanager bei einem Onlinebroker.

Wo seht Ihr Euch in 5 oder 10 Jahren? Wo soll es mit KALIBOS hingehen?

Markus
Ich antworte mal, weil es aus mir so rausschießt: Ein paar Gigs mehr. Und dass wir uns weiterhin so gut verstehen und alles sagen. Dann, dass wir weiter Songs schreiben und gemeinsam proben. Und irgendwann eine kleine Tour, so eine schöne kleine Tour, so vier oder fünf Tage, um auch mal rauszufinden, wie lange hält man es durch, gerade ich mit meiner Stimme. Eben einfach mal zu testen, wie lange passt das so.

Maurice
Mehr Platten machen. Mehr Gigs spielen.

Tobias
Es geht bei uns immer um Songs. Klar will man viel live spielen und auch mal ein größeres Konzert abgreifen. Aber für mich ist das eher zweitrangig. Es geht eher darum, einen Sack voll Ideen zu haben. Und unseren Sound, den haben wir z. B. nie festgelegt, das ist alles mit dem ersten Gig so entstanden. Und das weiß man natürlich nicht, wo es hin geht, und das ist das spannende daran, dass man sich irgendwie in irgendeiner Form woanders hin entwickelt. Ich denke, wir bleiben auch in fünf Jahren noch ziemlich heavy. Vielleicht wird es langsamer, das ist der Anspruch, den wir im Moment gerade haben, vielleicht noch ein bisschen langsamer zu werden. Bei uns geht es sehr viel um die Vielschichtigkeit, und es gibt so viel tolle Bands, die man hört, und deshalb weiß man auch musikalisch nicht so richtig, wo man landet in fünf Jahren. Es wird aber, das glaube ich, Doom bleiben. Da sind wir eigentlich alle ganz zufrieden mit.

Maurice
Ihr seid alle älter als ich, deshalb wird es sowieso langsamer werden mit der Zeit (Allgemeines Gelächter. Tobias: Das ist dann so die Zeit, wo der Bassist neue Bandmitgleider suchen muss, weil Senilität und der Tod irgendwann zuschlagen.)

Mein Lieblingsstück ist, das gebe ich zu, das Instrumental. Ich finde, die Scheibe ist dunkel, und hinten raus kommt nach dem langen und mächtigen „Severance“ dann dieses wunderschöne Stück. Ob Ihr das so geplant habt, ist natürlich die Frage, „The Great Collision“, es geht ja wohl um den Weltuntergang, ist ja nicht gerade das, was man sich dann schön vorstellt. Aber ich finde die Melodien wunderbar tragend und schön, und auch wenn der Song luftig und leicht anfängt und sich dann zu einem fetten Brocken steigert, bleiben doch die Meldodien das alles bestimmende.

Tobias
Ja, es geht um den Weltuntergang. Die Samples sind ja aus dem Film „Melancolia“, und irgendwann ist dann zum Schluss eben Feierabend. Das war eigentlich auch nur ein Lückenfüller, das kann man schon so sagen.

Ist die Länge der Stücke Zufall? Also Flow? Oder ist es so, wirklich dann auch mal sagen, jetzt fehlt es etwas an der Länge, jetzt kommt der Part eben noch einmal dahin? Oder merkt man einfach so, dieser Part, der muss jetzt einfach auch so lange dahin?

Roman
Manchmal ist es auch so, da will man den Part eigentlich sogar noch länger spielen. Und das ist ja auch wieder das Thema Tempo halten. Ich sitze da, und ich will und ich muss mich bewegen, und ich kann da nicht wie so ein steifer Bock hinterm Schlagzeug sitzen. Ich muss abgehen, das geht nicht anders. Das bin ich.

Maurice
Ja, meistens ist es tatsächlich Roman, der dann sagt, ich würde das hinten nochmal ran setzen, das muss nochmal dahin. Und das ist ja auch gut so.

Gut. Ich bin soweit fertig. Vielen Dank an Euch. Viel Glück weiterhin persönlich und mit der Band. Wollt Ihr denn noch etwas sagen?

KALIBOS
Danke Dir. Stay slow and heavy! Support the Underground!

 

 

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