THE FRIGHT – „Canto V“

THE FRIGHT – „Canto V“

📁 Reviews 🕔02.Dezember 2017
THE FRIGHT – „Canto V“

THE FRIGHT – „Canto V“

Label: Steamhammer/SPV

Laufzeit: 41:15 min

VÖ: 13.10.2017

Genre: Dark Rock

Nach ihrem letzten von den Fans finanzierten Album „Rising Beyond“ sind THE FRIGHT mit „Canto V“ nun bei SPV untergekommen. Glückwunsch dazu!

Thematisch Dante Alighieris Jahrhundertwerk „Divina Commedia“ entlehnt, servieren uns THE FRIGHT in 10 Songs knackig produzierten Dark Rock, der jedoch gerne in auch in Richtung Gothic, Hard Rock und Sleaze schielt. Und ja, die üblichen verdächtigen kommen einem je nach Song immer wieder in den Sinn: Da 69eyet es gleich zu Beginn ganz heftig („Bonfire Night“), bevor es auch gerne mal Himt („Wander Alone“, „Fade Away“), Sisters-Of-Mercyt (Love Is Gone“) und ganz wunderbar Type-O-Negativt („Oblivion“, Drowned in Red“).

THE FRIGHT schaffen es dabei allerdings, nicht als dreist diebstehlende Plagiatisten in die Geschichtsbücher einzugehen, sondern aus all dem eine ganz eigene und vor allem verdammt eigenständige Essenz zu kreieren: THE FRIGHT. Die Musik zeigt sich eben nicht als mit Synthiespielereien überfrachtetes und düsteren Tönen getarntes Schlagerspektakel, sondern als Gitarren bestimmte, Riff basierte Rockmusik mit wunderbar eingängigen Refrains. Sänger Lon Fright ist das musikalische Aushängeschild, er agiert variabel und neben melodiösen Linien immer wieder schön rotzig, rau, eckig und kantig. So entpuppt sich „Leave“ mit gesanglicher Unterstützung von Michelle Darkness als fetziger Sleaze-Rocker wie „Drowned in Red“ als gediegene Halbballade. Dazu hat ihnen Waldemar Sorychta einen ebenso klaren wie druckvollen Sound verpasst, der Melancholie und Schmerz ebenso fühlbar macht wie Energie und Härte. „In Sicherheit“ ist leider eine komplette Fehlbesetzung, mag es doch so gar nicht zum Rest passen (Tipp: Skip!).

Fazit: THE FRIGHT legen mit „Canto V“ eine Werk vor, dass sich vor den Epigonen verneigt, um sich dann aus ihrer Asche zu einer neuen und mächtigen Flamme zu erheben. Damit haben sie alle Trümpfe in der Hand, die schmerzlich gerissenene Lücken im Bereich Dark Rock mit Bravour und großer Eigenständigkeit zu füllen. Ich drücke ihnen dabei die Daumen!

Tracklist

1. Bonfire Night (4:24)
2. No One (3:21)
3. Wander Alone (3:51)
4. Love Is Gone (3:26)
5. Fade Away (5:42)
6. Oblivion (3:49)
7. Leave (4:34)
8. Drowned in Red (5:14)
9. Century Without a Name (4:44)
10. In Sicherheit (3:51)

(Quelle Bilder: facebook.com/TheFrightOfficial/)

 

 

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