HELLOWEEN – Pumpkins United, Live am 4.12.2017, Tempodrom, Berlin

HELLOWEEN – Pumpkins United, Live am 4.12.2017, Tempodrom, Berlin

📁 Live, Musik 🕔14.Dezember 2017
HELLOWEEN – Pumpkins United, Live  am 4.12.2017, Tempodrom, Berlin

Pumpkins United – mit dieser verheißungsvollen Welttournee (!) über diverse Kontinente überraschen die Ur-teutonischen Heavy Metaller / auch mal Rocker HELLOWEEN aus Hamburg mit einer aufwändigen Bühnenshow. Und weil man sich ja auch vor allem selbst feiern sollte, verzichten HELLOWEEN in guter alter Starmanier auf jegliche Vorgruppe und beginnen fast pünktlich um 20:00 Uhr im ausverkauften Tempodrom in Berlin. Natürlich hat sich die Menge auf sehr unterschiedliche Formationen und Stile von HELLOWEEN gefreut – die Thrash-Fraktion über die Zeit bis zur „WALLS OF JERICHO“ mit Kai Hansen, die „KEEPER“-und Kiske-Freund und schließlich die, die den „jetzigen HELLOWEEN die Stange halten.

Vorab: Niemand wurde enttäuscht.

3 Sänger – 3 Gitarristen – zum Glück waren dann Markus Großkopf am Bass und Dani Löble noch als Einzelkämpfer unterwegs. Fulminant begann HELLOWEEN mit den epischen „Halloween“ und selbst der ob der Vielzahl an Musikern skeptische Redakteur hier war spontan sehr angetan von Michael Kiske und Andi Deris im Duett. Super arrangiert, sofort kam Stimmung auf und auch die 3 Gitarren klangen klar und nicht matschig.

 

Weiter ging’s mit „Dr. Stein“ und das Publikum war voll dabei und erstmalig lief im Hintergrund eine etwas schräge Zeichentrick-Animation, die zunehmend „Pausenfüller“ wurde. Einerseits lustig gemacht – andererseits ein Stimmungskiller. Da steht man 1-3 Minuten und guckt sich an, wie ein Kürbis aus der „Helloween-Mottenkiste“ das ein oder andere Schmankerl sucht. Sicher Geschmackssache, ich fand es nicht gut und statt 8 Filmen a 2 Minuten wäre sicher noch Zeit für „PHANTOMS OF DEATH“ oder „GORGAR“ gewesen… nun gut.

Dessen ungeachtet war die Stimmung ansonsten durchgehend prima, es ging das episch weiter mit „I’m alive“ und „If I could fly“, sehr geil, anschließend wieder schneller mit „Are U Metal?“ und „Rise and Fall“ und tränenüberströmten Menschen bei „Waiting fort he Thunder“.

Mein persönlicher Höhepunkt der Show war natürlich das (leider nur und viel zu kurze) Medley aus der „WALLS OF JERICHO“: Kai Hansen zeigt, dass – stilistisch natürlich völlig anders – er den alten Helloween-Songs Leben einhaucht, ein atemberaubender Moment, als „Starlight“ beginnt, gefolgt von „Ride The Sky“, „Judas“ und am Schluss sensationell „Heavy Metal is the Law“.

Etwas langatmiger, aber trotzdem gut war das Drum Solo von Dani Löble, zudem mit Bild und Ton eingespielt mit Passagen vom verstorbenen Ingo Schwichtenberg, anschließend durften Highlights wie „A little Time“, „Sole Survivor“ und besonders erwähnenswert natürlich „How many tears“ , welches den Hauptset erstmal abschloss, wobei die angekündigten 3 Stunden bei weitem noch nicht bespielt waren.

Im Zugabenteil kam „Eagle Fly Free“ leider völlig verrumpelt, da die Technik versagte, woraufhin Michael Kiske „Love me tender“ allein performen durfte, bis die Technik wieder lief. Auch Kai Hansen alberte da etwas auf der Bühne zum Zeitüberbrücken rum, aber: Man darf auch mal albern sein! Danach wurde es wieder episch: „Keeper oft he 7 Keys“ in der langen Version, bis dann Zugabe 2 mit einem langen, aber geilen Hansen – Solo begann und mit „Future World“ und „I want out“ das Konzert dann im Konfettiregen endete – wenngleich die meisten noch gar nicht out wanteten, sondern lieber noch geblieben wären!

Fazit: Geiles Konzert – die Filmchen könnten man mal deutlich einkürzen – die Mehrfachbesetzungen sind nicht nur unschädlich, sondern cool, und dann schafft man auch dauerhaft den Mehr-Stunden-Set PUMPKINS: STAY UNITED sage ich da nur!

 

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