Ignore The Sign (D) – A Line To Cross

Ignore The Sign (D) – A Line To Cross

📁 Allgemein, Musik, Reviews, Tipp der Redaktion 🕔11.Februar 2018
Ignore The Sign (D) – A Line To Cross

Ossy Pfeiffer ist in Hannover eine Größe in der Musikszene, an der keiner vorbei kommt. Zusammen mit seiner Frau Anca Graterol, Inhaberin des Frida Park Studios, ist er umtriebig wie kaum ein Zweiter in seiner Heimatstadt. Nach etlichen Produktionen in den verschiedensten Stilrichtungen, hat er sich 2012 unter dem Namen Osssy mit „Serum“ einen Kindheitstraum erfüllt und sein erstes Album unters Volk gebracht. Zwei Jahre später folgte mit „Serum 2.0“ der nächste Streich. Beide Alben waren geprägt von seiner Vorliebe für Sounds à la Queen und Konsorten. Doch der Ruf nach „Mehrbrettnummern“ wurde lauter und so sah er sich dazu veranlasst auch einmal ordentlich in die Saiten zu greifen. Mit SPV hat er einen verlässlichen Partner gefunden, der ihn auf einen neuen Level bringen sollte.

 

Doch zum Album. Auffallend ist, dass sich die harten Momente, die nicht selten an Deep Purple und Whitesnake erinnern, mit getragenen Songs abwechseln und dabei ebenbürtig im ausgewogenen Verhältnis zueinander stehen. Kaum hat man sich von der Rockkeule erholt, geht es wieder entspannter weiter, kann man kurz Luft holen, bevor es mit dem nächsten Rockkracher wieder in die Vollen geht. Ossy hat gut daran getan wieder auf seine altbewährte Band zurückgreifen zu können, denn die besteht ausnahmslos aus absoluten Könnern ihres Fachs. Gitarrist Steve Mann (Michael Schenker Fest), Bass-Virtuose Lars Lehmann, Kristof Hinz an den Kesseln und Momme Boe (Percussion, Loops, Sound FX) stehen Ossy und Anca tatkräftig zur Seite, haben zum Gelingen des Albums mit aller Kraft, Spielfreude und Virtuosität beigetragen. Das Album ist in manchen Momenten eine echte Überraschung, feiert die Zeit ab, als man noch unbeschwert Musik machen konnte und man als Künstler nicht die Angst besaß, dass geistiges Eigentum keinerlei Wert mehr hat. Eine Zeitreise zurück in die achtziger Jahre ist Ignore The Sign damit gelungen, ein Album, dass zwei Welten miteinander verbindet und sowohl zum gepflegten Rocken als auch zum Dahinträumen einlädt. Well done, Brother!!! Kaufzwang.

 

Bleibt noch anzumerken, dass Ignore The Sign kein Solo-Projekt ist, sondern eine gewachsene Band, die ein gemeinsames Ziel verfolgt und dabei vor allem eins will – unterhalten.

 

Fazit: Eine Album mit Spaß, Drive, einer famosen Produktion und einem grandiosen Songwriting.

 

  1. Saviours Of Rock
  2. A Line To Cross
  3. No Way Home
  4. Brother
  5. The Story Isn’t Over
  6. When Words Ain’t Enough
  7. God With A Million Faces
  8. Sweet Lady
  9. Days Of Thunder
  10. Behind The Wall
  11. Can’t Find The Door
  12. Silver Wind
  13. Looking In The Sun

 

 

Label: Steamhammer / SPV

VÖ: 23.02.2018

Laufzeit: 57:41 Min.

Herkunft: Deutschland

Stil: Hardrock / AOR

Webseite: https://www.ignorethesign.com/

 

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