LACRIMAS PROFUNDERE & A LIFE DIVIDED in Hannover, Musikzentrum 11.02.2017

LACRIMAS PROFUNDERE & A LIFE DIVIDED in Hannover, Musikzentrum 11.02.2017

📁 Live 🕔21.Februar 2017
LACRIMAS PROFUNDERE & A LIFE DIVIDED in Hannover, Musikzentrum 11.02.2017

Hope Is Human Tour 2017
mit
Lacrimas Profundere & A Life Divided 
in Hannover, Musikzentrum
am 11.02.2017

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Halbes Jahr Wartezeit auf diese Doppel-Headlinertour hat ein Ende.
Die befreundeten Bands haben es endlich geschafft es durchzuziehen. Und jede Band, die je im „Musicbuisness“ zu tun hatte, wird wissen, dass nicht immer alles so einfach durchzuziehen ist.
Mehr als zwei Wochen waren Lacrimas Profundere und A Life Divided auf der „Hope Is Human“-Tournee. Ja, es war ein jahrelanger Wunschtraum der Bands – und Mitte 2016 gab es dann die Ankündigung, dass sie es realisieren werden.
Und genau wie im Vorfeld vermutet worden ist, ist diese Tour ein Erfolg geworden, zumindest kann ich das allemal für den Auftritt im Hannoverischen MusikZentrum bestätigen, dort gab es nämlich am 11.02. den Abschluss der Tournee!

Gut 200 Fans haben sich versammelt, um bei der Party des Goth-Rock-Hope/Human-Abends mitzufeiern. Und es gab so einiges zu feiern. Nicht nur, weil im Schlussakt der A Life Divided-Show Rob als MC (mit Kapuze-Coolness-Faktor) das Mikro übernommen hatte und mit HipHop-Einsätzen einen ihrer Songs „verfeinerte“ und dies nicht nur zum Erstaunen von Jürgen (Voc.- A Life Divided); ja, Rob stahl ihm die Show für ein paar Minuten. Auch im Publikum gab es verlegene Gesichter. Zuvor hatte bereits Tobi (Bass – A Life D.) bei der Show von Lacrimas Profundere mit einem Gesangsduett für Überraschung gesorgt und dies zig es in einer Bayerischen Kluft durch. Diesmal zum Erstaunen von Rob und Co. Selbstverständlich gaben sich dann alle Musiker die Ehre beim letzten Song „Lay Me Down“ – die Bühne zu stürmen – und eben abzufeiern. Die Fans nahmen es gern an. Die Lacrimas Profundere-Truppe hat nicht wirklich gestört, es war lediglich ein besonderer Rock´n´Roll-Fun unter Freunden, da musste man nicht viel mehr hineininterpretieren. Aber so ist es eben an den letzten Abenden einer Tournee.

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Auch der doppelte „Arbeitsaufwand“ von Tony Berger (Gitarre – Lacrimas P./A Life D.) hat sich an diesem Abend ausgezahlt. Locker, fast schon zu locker wirkte er und hat sich eben nichts von irgendwelchem Tourstress oder was auch immer anmerken lassen. Gelassenheit, Leidenschaft und der Humor waren hier allgegenwärtig. A Live Divided, die an diesem Abend den zweiten Part der Headlinertour übernommen haben, wurden abgefeiert wie die wahren Helden von Hannover. Kaum jemand im Publikum, der die Texte nicht mitgesungen hat. Ich selbst muss zwar zugeben, dass mir die Stimme zu dieser eher kraftvollen Rock-Musik nicht wirklich zusagt/e, dennoch hat die Band eine sehr gelungene Show abgeliefert und die Meute vollends mitgerissen (-Sound hin, Sound her- sowie die eher nicht wirklich wirkungsvolle Umsetzung des Depeche Mode-Klassikers „Walking In My Shoes“; da war der VNV Nation-Coversong „Perpetual“ kräftiger, passender).
Gute 90 Minuten, die den Zuschauern einiges abverlangt haben, zumal eben vorher schon Lacrimas Profundere für Begeisterung und das „Abfeiern“ gesorgt hatten. Überraschend gut war an diesem Tag der Sound der Süddeutschen; ordentlicher Wums, keine zu laut eingestellten Gitarren und das Schlagwerk nicht plump im Vordergrund. So soll es auch sein, wenn der cool-wirkende Rock´n´Sad-Sound live zur Geltung kommen soll. Ja, diesmal hat die Abmischung hingehauen, was den Abend umso mehr versüßt hatte.
Ob nun mehr Weiblein oder Männlein zugegen waren, wie Rob dies festzustellen versuchte, ist auch egal. Denn, nicht nur die Spielfreude und Publikumsnähe waren vorhanden, auch die Setlist mit satten 19 Songs hatte es voll in sich. Natürlich durften die All-Time-Hits nicht fehlen, wenn eben eine Headlinertour durchgezogen wird, es wurden auch einige Tracks des aktuellen Megaalbums „Hope Is Here“ vorgestellt, die hier im kleineren Rahmen einer Halle noch intensiver und leidenschaftlicher rüberkamen als bei einem OpenAir. Ob das emotionale „Black Moon“ oder eben das rockige „Pageant“, herrlich.
Die Band agierte wie am Schnürchen, jeder auf sich eingespielt und ja, ich kann es nur wiederholen: kaum ein Zeichen der Müdigkeit oder Tourstress, jeder eher konzentriert und freudestrahlend, eben breitgrinsend einen Gig zu absolvieren.

Bei derartigen Bands und solchen Abenden bekommen die Fans für ihre jahrelangen Treue wirklich was geboten – und genau so soll es auch sein.

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Setlist Lacrimas Profundere:
Intro; Awake; Antiadore; Her Occasion Of Sin; The Worship Of Counting Down; My Halo Ground; Velvet Little Darkness; Remembrance Song; A Sigh; Hope Is Here; Black Moon; Again It’s Over; Amber Girl; My Mescaline; My Release In Pain; Pageant; Dead To Me; Dear Amy; A Pearl; Ave End

Setlist A Life Divided:
Intro; Lost; Drive; Change; Right Where I Belong; Walking in my shoes; On The Edge; My Apology; Own Mistake; Burst; Other Side; Doesn’t Count; Perpetual; Inside Me; Words live; Space (unplugged); Heart On Fire; Last Dance; Lay Me Down

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