SAVAGE MESSIAH – „Hands Of Fate“

SAVAGE MESSIAH – „Hands Of Fate“

📁 Reviews 🕔12.November 2017
SAVAGE MESSIAH – „Hands Of Fate“

SAVAGE MESSIAH – „Hands Of Fate“

Label: Century Media

Laufzeit: 45:53 min

VÖ: 27.10.2017

Genre: Heavy Metal Stand 2017

SAVAGE MESSIAH liefen bei mir bisher unter dem Radar. Aber das hat sich mit ihrem neuen und ersten Werk bei Century Media „Hands Of Fate“ gründlich geändert.

Im Vergleich zu ihren älteren Alben, das letzte „The Fateful Dark“ erschien 2014, haben sich SAVAGE MESSIAH von außen (Artwork) und innen (Musik) neu erfunden. Aus einer Mischung aus (wenn auch recht) schaumgebremsten Speed und Thrash ist jetzt hymnischer Heavy Metal geworden, der in Sound und Songwriting auf dem aktuellen Stand der Zeit ist und die Blaupause für hochwertig produzierten, eingängigen, songorientierten, Refrain betonten, instrumental versierten Heavy Metal moderner Form darstellt. Dabei gelingt es der Band, auf „Hands Of Fate“ ein recht hohes kompositorisches Level zu erklimmen – und vor allem weitgehend durchgängig zu halten.

Trademarks sind Songs in zumeist einer angenehm treibenden Geschwindigkeit („Blood Red Road“, „Wing And A Prayer“), getragen von einprägsamen und fassbaren Riffs, welche die Stücke bestimmen und energetisch nach vorne treiben. Aber auch im Midtempo („Lay Down Your Arms“, „Fearless“, „The Crucible“) wird hochklassig abgeliefert. Da groovt es, das einem Hören und Sehen vergeht. Dazu liefert Dave Silver eine wirklich ansprechende Gesangsleistung ab. Er hat Schmackes in der Stimme und klingt angenehm vielfältig, vom rauhen und leicht heiseren Shouten bis zu wunderbar gefühlvollen Melodielinien hat er alles drauf. All dies gipfelt in „Solar Corona“, ein fesselnder Song, dem man sich kaum entziehen kann. Ein echter Hit!

Ein kleines Aber muss ich dennoch loswerden. Die moderne Ausrichtung zeigt sich auch in einer modernen Produktion, soll heißen einem druckvollen, sehr transparenten und damit eben auch wenig kantigen und schroffen Soundbild. Das ist zwar state of the art, mag aber manchem etwas zu glatt und steril wirken. Und Freunde, so dreist wie in „Lay Down Your Arms“ und „The Crucible“ Riffs bei Metallica zu klauen, das geht gar nicht! Schämt Euch dafür. Und vor allem: Das habt Ihr gar nicht nötig.

Fazit: Wer auf modernen und druckvollen Metal anno 2017 steht, der kommt an SAVAGE MESSIAH nicht vorbei.

Tracklist

1. Hands Of Fate (4:42)
2. Wing And A Prayer (3:31)
3. Blood Red Road (4:30)
4. Lay Down Your Arms (4:42)
5. Solar Corona (4:26)
6. Eat Your Heart Out (4:19)
7. Fearless (4:59)
8. The Last Confession (5:15)
9. The Crucible (4:35)
10. Out of Time (4:54)

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