VENOM – „The Singles“

VENOM – „The Singles“

📁 Reviews 🕔12.April 2018
VENOM – „The Singles“

VENOM – „The Singles“

Label: Dissonance Productions

VÖ: 13.04.2018

Genre: VENOM!

Zu VENOM muss man nicht mehr viel sagen. Nun, das trifft es gar nicht, denn jedes Wort über sie, ihre musikalische, musikhistorische und gesellschaftliche Bedeutung für die Entwicklung extremer harter Musik wurde schon gesagt, geschrieben und gesprochen.

Für Sammler haben die allseits bekannten englischen Trüffelpigs Dissonance Productions aber jetzt ein ganz feines Päckchen geschnürt und mit „The Singles“ eine Box zusammengestellt, die – der Name verrät es ja bereits – insgesamt fünf frühere Singles der Newcasteler Herrenriege vereint. Die VENOM-Veröffentlichungen sind ein eigenes gigantisches Universum voller Geheimnisse und Legenden, ich überlasse es daher lieber Euch, sich mit der verzweigten Diskographie zu beschäftigen. Alle Lieder sind zwischen 1981 (In League With Satan) und 1984 (Warhead, Manitou) erschienen, bereits 2003 schon einmal als Box veröffentlicht worden – und essenzielle Meilensteine des Metal.

Und was sind das nicht für Legenden: Da ist „Manitou“, in seiner reduzierten Struktur und seiner besonderen Betonung von Gesang und minimalistischem Rhythmus außergewöhnlich und einzigartig. Der Refrain erzeugt – wenn man sich denn darauf einzulassen vermag – in seinem repetitiven Stoizismus fast schon spirituelle Schwingungen. Da sind aber auch solche Höllenperlen wie das völlig abgedrehte „Acid Queen“ mit wahnsinnigem Gesang, hoppelndem Schlagzeug, wilden Tempowechseln und einem unglaublich schrägen Gitarrensolo. Der Höhepunkt ist für mich aber das schwere und massive „Warhead“, das in seiner rohen Brutalität und seinem manischen Gesang eine unglaublich düstere und menschenverachtende Stimmung heraufbeschwört.

Die Singles gibt es entweder als CD oder Vinyl, dann in schicken Farben wie Ultra Clear / Red Splatter oder Mustard / Bronze Splatter.

Das Paket überzeugt damit nicht nur in seiner für Sammler hochwertigen Aufmachung, sondern auch in seiner nicht alltäglichen Songauswahl. Damit könnte es auch für die Leute interessant werden, die nicht nur als Allessammler unterwegs sind, sondern sich bewusst ihre eigene Venomkollektion vervollständigen wollen.

Tracklist

1. In League With Satan (2:56)
2. Live Like An Angel (Die Like A Devil) (3:44)
3. Bloodlust (2:55)
4. In Nomine Satanas (3:20)
5. Die Hard (2:58)
6. Acid Queen (2:22)
7. Warhead (3:38)
8. Lady Lust (2:42)
9. Manitou (2:57)
10. Women (2:58)

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