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MANTAR – Post Apocalyptic Depression

Mantar (D) „Post Apocalyptic Depression“VÖ: 14.02.2025Spielzeit: 35 Min.Genre: MANTAR -Punk-Alternative-Metal-Label: Metal Blade Records   Ein kulinarisches „Salzgericht“ schmeckt nicht

MANTAR – Post Apocalyptic Depression

Mantar (D) „Post Apocalyptic Depression“
VÖ: 14.02.2025
Spielzeit: 35 Min.
Genre: MANTAR -Punk-Alternative-Metal-
Label: Metal Blade Records

 

Ein kulinarisches „Salzgericht“ schmeckt nicht immer, aber ein Halsgericht hat durchaus etwas „deftiges“ – zumindest, wenn es derart „roh-dreckig“ klingt, wie die erste Single-Auskopplung „Halsgericht“ vom nunmehr fünften MANTAR-Album „Post Apocalyptic Depression“!!!

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Hanno krächzt beim erwähnten Songs einige Mal ein „Salzgericht“ heraus, doch was zählt ist nur eins: MANTAR pur – und das nicht nur, weil es hier mal einen deutschen Text zu hören gibt!?!
Bereits der Opener beweist, dass die Band an Ideenlosigkeit nicht leidet; auch nach über zehn Jahren im Geschäft. Zugegeben, wo Mantar draufsteht, ist auch Mantar drin. Aber es ist dieses Mal erneut ein „etwas“ anderes Album geworden als das Vorgängerwerk, zumal sich das Duo nicht wie üblich zwei, sondern drei Jahre Zeit gelassen hat. 
War „Pain Is Forever…“ perfekt und eher metallischer Natur, dazu mit fetter, sehr detaillierter Produktion ausgestattet, geht es hier geradeaus in die Magengrube, alles eher mit Punk-Attitüde und viel Grunge-Grrrl-Core versehen. Energisch & intensiv: sowieso!, anders können die beiden ja nicht. Aber irgendwie wirken die Songs „einfach mal -locker- drauflos“. Wie eine Art gemeinsame Brainstormig-Session im Studio – mit einer etwas angepissten Laune- und dem notwendigen Aufnahmeknopf.

Vergleiche sind oft nicht wirklich nötig, aber manchmal durchaus hilfreich, zumindest wenn es sich um eine Band handelt, die bereits einige Alben auf dem Buckel hat.
„Absolute Ghost“, „Dogma Down“ oder „Pit of Guilt“ – sind einige der Songs dieses Albums, die durchaus danach klingen, als ob sie von einer ehemaligen „Grungetown Hooligans II“-Session stammen würden, wäre da nicht die Rede vom reinen Coveralbum gewesen. Des Weiteren haben u.a. „Rex Perverso“, „Principle of Command“ einen „Modern Art Of…“-Touch. 

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Aber nicht nur instrumental gibt es diese „untypisch-typische“ Mantar-Art, auch gesanglich sind unterschiedliche Sphären zu hören; „Church Of Suck“ (zwischen klarem Geschrei bis zum Gekrächze),  „Two Choices of Eternity“ (u.a. Gast-Gesangparts) oder auch bei der zweiten Single-Auskopplung „Rex Perverso“ deutlich zu erkennen ist. 
Nicht unerwähnt bleiben sollte der letzte Track des Albums. „Cosmic Abortion“ – geht sofort ins Ohr und müsste neben Klassikern wie „Astral Kannibal“ , „Spit“ oder „Era Borealis“ sofort auf der Setlist der nächsten Gigs landen, allein aufgrund des Mitgröhl-Charakters (dürfte wohl die nächste Single/Clip-Auskopplung werde oder?)!

Fazit: 
KILL-DESTROY-FUCK-SHIT-UP !!!

MANTAR sind wieder da, alles andere als zerstritten, kaputt oder innovationsleer. 
Preiset den Pilz!


Auch wenn ich nun meine (dreijährige) Hoffnung auf ein „Odysseus“ live on stage begraben kann, freue ich mich (sehr) darauf ein „Cosmic Abortion“, „Rex Perverso“, „Halsgericht“ als auch „Axe Death Scenario“ in deren Setlist zu entdecken  ( – Tourdaten 2025 siehe unten) !!!

Tracks:
01. Absolute Ghost
02. Rex Perverso
03. Principle of Command
04. Dogma Down
05. Morbid Vocation
06. Halsgericht
07. Pit of Guilt
08. Church of Suck
09. Two Choices of Eternity
10. Face of Torture
11. Axe Death Scenario
12. Cosmic Abortion

 

Tourdaten 2025:

15.02.25 Berlin – Astra Kulturhaus
16.02.25 Hamburg Große Freiheit

19.02.2025 Osnabrück, Bastard Club – NUR Mantar

27.02.25 Wiesbaden – Schlachthof
28.02.25 München – Theaterfabrik

21.03.2025 Hannover, Musikzentrum – NUR Mantar
22.03.2025 Hirschaid-Jahnhalle, Braincrusher Festival

Tickets und alle weiteren Details direkt hier: short.fkp.de/mantar

Quelle der Tourdaten/Clips/Bilder: Metal Blade Records/FKP Scorpio